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Die große Chance für Non-Profit-Organisationen auf Social Media

Darauf kommt es für NPOs beim Social Media Marketing an

Sina Hansen
27.11.2020
Digitalisierung
Copyright William Iven auf Unsplash

Social Media Marketing ist nicht nur für gewinnorientierte Unternehmen wichtig, sondern besonders auch für Non-Profits. In diesem Artikel erklären wir euch warum.

Mit der Entwicklung des PCs und dann auch des Internets hat sich der Alltag der Menschen langsam aber stetig verändert. Wichtige Dokument konnten nun digital verfasst und Informationen dazu aus dem Netz gezogen werden. Neben der einfachen Nutzbarkeit des Mediums Computer und der hilfreichen, neuen Möglichkeit der Informationsbeschaffung, ist auch der Kommunikations- und Vernetzungsaspekt durch die Sozialen Netzwerke ein wichtiger Teil dieser Entwicklung geworden.

Durchbruch der Sozialen Medien als Massenmedium

Die Sozialen Netzwerke haben in kürzester Zeit eine riesige Entwicklung durchgemacht. Facebook begann beispielsweise als eine  interne "Jahrgangsplattform" der US-amerikanischen Eliteuniversität Havard, über die die Studierenden kommunizieren konnten. Als die Gründer der Plattform einen überwältigend großen Andrang verzeichneten, wurde daraus eine Plattform für alle Ivy-League Universitäten. Marc Zuckerburg schwebte jedoch noch mehr vor Augen - eine weltweite Vernetzung der Menschen. Nach der Gründung der Plattform im Jahr 2004 verzeichnete Facebook bereits ein Jahr später sechs Millionen Nutzer. Es handelte sich nun nicht mehr nur um eine lokal begrenzte Gruppe, die eine Plattform beispielsweise zum Austausch und Chatten verwendete, sondern um ein Portal, indem sich Menschen weltweit verknüpft hatten.

Am 4. Februar 2004 startet Marc Zuckerberg "Thefacebook"

Spätestens als Facebook die Millionengrenze knackte, wurde vielen bewusst, dass Social Media nicht einfach als ein kurzzeitiger Trend albernder Teenies abgehandelt werden kann. In Folge dieser Erkenntnis und ab dem Moment, in dem Mark Zuckerburg im Jahr 2006 die kommerzielle Einbettung von Werbung in die Plattform integrierte, wurde Facebook nicht mehr ausschließlich als eine "soziale" Plattform genutzt, sondern in zunehmenden Maße für Marketingzwecke.  Welcher Facebook-Nutzer kennt sie nicht, diese kleinen, mehr oder weniger subtilen Produktplatzierungen, die einem genau jene Produkte präsentieren, auf die man schon lange ein Auge geworfen hatte. Facebook erreichte mit seiner Strategie der Anzeigenplatzierungen im Jahr 2019 einen Marktwert von rund 69,9 Milliarden US-Dollar. Der Einfluss von Sozialen Medien auf das Kaufverhalten von Menschen kann also kaum noch in Frage gestellt werden, weil sie bereits seit langem als Schwergewichte für Marketing Abteilungen in den Ring gestiegen sind.

Ist Marketing über Soziale Netzwerke auch für NPOs sinnvoll?

Die wichtige Frage ist nun natürlich: Wie können NPOs die sozialen Netzwerke für sich nutzen und dort Marketing betreiben? Die meisten NPOs haben keine vermarktbaren Produkte, sondern Dienste, die in erster Linie speziellen Gruppen zu Gute kommen. Nun könnte man leicht annehmen, dass sich das Marketing über die Sozialen Netzwerke, welches hochgradig von gezielten Produktplacements geprägt ist, für NPOs nicht eignen würde. Dies ist allerdings eine große Fehlannahme. Auch wenn man eingestehen muss, dass sich Marketing für beispielsweise eine neue Sonnenbrille deutlich leichter gestaltet als für den Non-Profit Sektor, so gibt es dennoch ein riesiges Potenzial für NPOs, das andere Unternehmen nur schwierig (und größtenteils gar nicht) in ihre Marketingkampagnen einbauen können: das Sinnstiftende.

Die große Chance für NPOs auf Social Media

Anders als bei vielen anderen Werbungstreibenden präsentieren gemeinnützige Organisationen kein Konsumgut, welches schnell wieder "out-of-style" ist und durch ein neueres, schickeres ersetzt werden muss. Ihr als NPOs "verkauft" Engagement, welches in sich bereits einen bleibenden Wert hat und in dieser Welt einen Unterschied macht. Dieser Unterschied ist es, zu dem sich die "Konsumenten" hingezogen fühlen können - Teil einer Bewegung zu werden, die tatsächlich etwas verändert und etwas zu sagen hat. Stellt also euer Thema in den Fokus eures Marketings. Lange Zeit haben gemeinnützige Organisationen durch Mitleid erregende Fotos versucht, ihre Mitbürger zum Spenden zu animieren. In den meisten Fällen hinterlässt dies jedoch eher einen schalen Beigeschmack als das Gefühl, tatsächlich etwas nachhaltig zu verändern. Unser Tipp lautet daher: positive Kommunikation - denn die Netzwerke sind bereits zu genüge mit schlechten Nachrichten überflutet. Lasst die Welt von euren tollen Erfahrungen und Erfolgen hören! Denn wir alle wissen: besonders in den Sozialen Netzwerken ist die Kommunikation nicht immer so wertschätzend und positiv wie man es sich bei einem "sozialen" Netzwerk wünschen würde. Da sehnen sich viele User geradezu danach, nicht nur von negativen und kritischen Stimmen umgegeben zu werden, sondern sich gestärkt und motiviert zu fühlen, etwas zu bewirken. Genau das ist die Nische, die NPOs zu ihrem Vorteil ausnutzen können, um ins Gespräch zu kommen und in der Organisation zu wachsen. 

Die Das Geld hängt an den Bäumen gGmbH erreicht mit ihren Success Stories mehr als 2.300 Fans

Was muss bedacht werden?

Damit Social Media funktioniert, braucht es natürlich wie auch bei jeder anderen Marketing Kampagne eine Strategie, mit der eine Social Media Kampagne durchgeführt wird. Denn nicht jede Plattform eignet sich für die gleichen Inhalte. Und auch die Zielgruppen sind nicht die selben. Es gibt also einige Punkte für einen erfolgreichen Einsatz von Social Media zu bedenken und wir werden euch in weiteren Artikeln über das richtige Vorgehen informieren. Eines ist jedoch deutlich geworden: Soziale Netzwerke sind auch für NPOs ein essentielles Tool, um neue Anhänger und Förderer zu gewinnen und um auf das eigene Thema aufmerksam zu machen.

Sina Hansen
Online Redakteurin

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