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Digitale Tools für Non-Profits: Google Marketing Werkzeuge

Diese Marketing Werkzeuge stellt Google Non-Profit Organisation kostenlos zur Verfügung.

Sina Hansen
30.4.2021
Digitalisierung
Myriam Jessier auf Unsplash

Marketing kann für NGOs eine ganz schöne Herausforderung darstellen - besonders mit limitierten finanziellen Mitteln. Wir stellen euch vier Google Marketing Tools vor, die kostenlos sind.

Im Non-Profit Sektor steht aus Marketing Perspektive nicht die Gewinnmaximierung im Fokus, sondern vielmehr geht es darum, die eigene Reichweite zu vergrößern, um möglichst viele Menschen von der eigenen Vision zu begeistern. Ziel ist es also, das Interesse für das eigene Themenfeld zu wecken und zu erreichen, dass Menschen sich mit der Organisation identifizieren können. Dafür ist es notwendig, sich mit einigen strategischen Marketingelementen auseinanderzusetzen, die darauf ausgelegt sind, die eigene Reichweite im Web zu erhöhen. Es gibt unterschiedliche Wege, wie Marketing im Non-Profit Sektor betrieben werden kann. Heute stellen wir euch vier Programme vor, die Google kostenlos zur Verfügung stellt und die ihr in die Marketing Strategie eurer Organisation einbinden könnt.

Google Formulare

Wenn wir davon ausgehen, dass eure Organisation sich gerade erst gegründet hat und ihr überlegt, mit welchen Inhalten ihr eure Websiteaufbauen wollt, bietet sich im ersten Schritt Google Formulare an. Mit diesem Tool von Google könnt ihr zunächst Umfragen bei euren Mitstreitern oder auch bei eurer Community, die ihr vielleicht schon über die sozialen Netzwerkeaufgebaut habt, starten, um herauszufinden, welche Elemente wichtig für eine potenzielle Website sind. Es hat sich als ein gutes Marketingelement bewiesen, die Unterstützer und Förderer mit in Entscheidungen einzubeziehen. Zum einen kann so eine größere Transparenz und damit Vertrauen geschaffen werden und zum anderen kann so euer Blickwinkel nochmal auf Aspekte gelenkt werden, die ihr sonst vielleicht gar nicht gesehen hättet. Mit einem Google Account habt ihr auch Zugriff auf das Google Formulare Werkzeug. Dort könnt ihr einfach und unkompliziert eine Umfrage anlegen und nach euren Wünschen individualisieren. https://www.google.com/forms/about/

Wenn ihr herausgefunden habt, wie ihr euch als Organisation im Internet aufstellen wollt, geht es an die organisatorische Umsetzung. In dem Artikel „3 kostenlose Management Tools für Non-Profit Organisationen“ haben wir euch einige Werkzeuge von Google vorgestellt, mit denen ihr kostenlos eure Organisation verwalten und zum Beispiel auch mit Google Sites eine Websiteerstellen könnt.

Google Analytics

Wenn ihr dann soweit seid und eine eigene Website aufgebaut habt, kann ein weiteres Tool von Google in Frage kommen, das euch dabei hilft, die Nutzung eurer Website zu überblicken und gegebenenfalls zu optimieren: Google Analytics. Dabei handelt es sich um ein kostenloses um sehr umfangreiches Tool, das bisher von nur wenigen NPOs verwendet wird. Google Analytics ist ein Web basiertes Analyse Werkzeug, mit dem der „Traffic“, also die Zugriffe auf die eigene Website, analysiert werden kann. Dazu misst das Tool das Verhalten der Nutzer auf der Website, also zum Beispiel wie viele Nutzer die Website besucht haben, welche Inhalte sie sich angesehen haben, wie lange sie auf der Website waren und woher sie kamen. Google Analytics hat vier Vorteile, von denen ihr profitieren könnt.

1 Ganzheitlicher Überblick

Jeder weiß inzwischen, dass heutzutage ein übersichtlicher und professionell gestalteter Webauftritt für NPOs überlebenswichtig ist. Damit die Erfolgsmessung des Webauftritts und Marketing Kampagnen jedoch nicht zu einem planlosen Fischen im trüben Wasser werden, ist es sinnvoll, stets einen Überblick über die Effektivität der eigenen Bemühungen zu behalten. Google Analytics bietet so einen ganzheitlichen Überblick über die Leistung der eigenen Website und den Einfluss der Online Kampagnen.

2 Return on Investment (ROI)

Mithilfe von Google Analytics könnt ihr euren Return on Investment (ROI) analysieren. Das Analysewerkzeug von Google hilft euch dabei, herauszufinden, welche verwendete Strategie die besten Resultate aufgezeigt hat oder welche Kampagne den größten Erfolg hatte. Dies ist ein wichtiger Aspekt in eurer NPO Marketing Strategie, damit ihr eure begrenzte Zeit möglichst effizient einsetzen und einen maximalen Erfolg erlangen könnt.

3 Durchführen von Datenanalysen

Google Analytics analysiert das Verhalten der Nutzer eurer Website und kann euch so dabei helfen, begründete Entscheidungen zu treffen. Anhand von Analysen der Daten könnt ihr Maßnahmen erarbeiten, wie ihr den Traffic auf eurer Website zum Beispiel in Registrierungen für Freiwilligenprojekte oder in Beteiligungen an Spendenaktionen verwandelt könnt. Anhand dieser Datenanalyse könnt ihr als NPO auch festlegen, in welche Aufgaben eure Mitarbeiter*Innen ihre Zeit, die bei freiwilligem Engagement ja oft ziemlich begrenzt ist, investieren sollen, um die größtmögliche Effizienz zu erreichen.

4 Google Analytics ist kostenlos

Google Analytics ist für komplett kostenfrei. Natürlich bedarf es erst einmal einiger Zeit, sich in das Programm einzufuchsen und so zu installieren, dass es den Datenschutzvorgaben entspricht, allerdings könnt ihr von diesem Tool am Ende enorm profitieren. Laut einer Umfrage nutzen 60% der Websitebetreibenden Google Analytics nicht, obwohl es sich dabei um ein kostenfreies und professionelles Tool handelt, das euren Einfluss als Organisation enorm erhöhen kann!

Google Ad Words

Während ihr also mit Hilfe von Google Analytics herausfinden könnt, an welchen Stellschrauben ihr drehen müsst, um eure Website zu optimieren, hilft euch ein anderes Google Tools dabei, möglichst viele Besucher für eure Website zu gewinnen: Google Ad Words. Hierbei handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem ihr Anzeigen auf Google schalten könnt. Die kleinen Textanzeigen, die auf den Suchergebnisseiten ganz oben erscheinen, sind natürlich nicht kostenlos. Im Unterschied zu einer Anzeige in einer Zeitung wird dabei jedoch nicht die Anzeige selbst bezahlt, sondern nur der Klick, den ein Nutzer darauf macht. Organisationen brauchen für diese Form des Marketing also ein entsprechendes Budget, wenn sie sich neue Besucher auf diese Weise einkaufen möchten und müssen eine Grundsatzentscheidung treffen, ob dieser Marketing Kanal der für sie passend ist.

Wichtiger Tipp: Google hat für Non-Profit Organisationen das Ad Grants Programm entwickelt. Dabei könnt ihr euch für Gelder bewerben, mit denen ihr kostenlos Werbung auf Google schalten könnt.

Wir haben euch mehr Informationen dazu in diesem Artikel erklärt. Ein weiterer Vorteil von Google Ads ist, dass ihr dieses Programm mit Google Analytics verknüpfen und untersuchen könnt, wie erfolgreich eure Werbekampagne tatsächlich war.

Google Consumer Barometer

Zu guter Letzt stellen wir euch nun noch eine weitere Marketing Option vor, die euch kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das Google Consumer Barometer ist ein Online Werkzeug, das die weltweiten Verbrauchertrends aufzeigt und zusammenfasst. Aufgeführt wird darin, wie sich der deutsche Verbraucher weiterentwickelt hat und wie man den vernetzten Verbraucher von heute besser verstehen kann.

Auch wenn es in vielen Analyse Reports darum geht, wie ein gewinnorientiertes Unternehmen wirtschaftlich wachsen kann, so gibt auf diesem Barometer dennoch Hinweise, die auch für NPOs von Interesse sein können, wie zum Beispiel der Analyse Report des UN-Projekts:

UN nutzt sequenzielles Storytelling auf YouTube

Einer der sich stark wandelnden Trends der letzten Jahre ist, dass Verbraucher Marken immer mehr in die Pflicht nehmen. Es wird erwartet, dass Unternehmen einen Beitrag zu einer nachhaltigeren und solidarischeren Welt leisten. Aus diesem Grund setzen inzwischen immer mehr Unternehmen auch bei der Produktplatzierung auf den Marketing Weg des Storytellings. Diesen Weg hat auch die UN für sich zum Vorteil gemacht und hat damit ein sequenzielles Storytelling initiiert, bei dem anstelle eines einzelnen Werbespots eine Abfolge von mehreren kleinen Geschichten im Fokus steht. YouTube, die UN und einige Kreativunternehmen haben sich zusammengetan und das sequenzielle Storytelling genutzt, um auf die globalen UN-Nachhaltigkeitsziele aufmerksam zu machen. Für die UN war dieses Format ein richtiger „Gamechanger“ – die Besucherzahlen der UN-Website stiegen um 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Auch wenn es sich bei dem UN Projekt um ein hochprofessionelles Storytelling handelt, so kann die grundsätzliche Strategie auch in eure Werbekampagnen eingebaut werden.

 Ausblick

Mit Google Formularen, Analytics, Ad Words und dem Consumer Barometer habt ihr vier Möglichkeiten, die euch bei eurer Marketing Strategiehelfen können. Natürlich gibt es auch noch andere Wege, wie ihr euch als Organisation im Marketing aufstellen könnt. Viele NPOs legen zum Beispiel hohen Wert auf gute Fundraising Kampagnen. In diesem Artikel könnt ihr mehr über alternative Fundraising Wege lesen, die sich speziell durch die Pandemie entwickelt haben.

Sina Hansen
Online Redakteurin

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