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Sechs praktische Tipps für die Social Media Strategie von NGOs

So bekommen Non-Profit Organisationen eine größere Reichweite in sozialen Netzwerken.

In diesem Artikel bekommt ihr Tipps für eine erfolgreiche Social Media Arbeit für euren gemeinnützigen Verein, Organisation oder Stiftung.

Der "Like" ist die Währung, mit der Reichweite in Sozialen Netzwerken bemessen wird. Mit ihm drückt sich das Bekenntnis von Menschen zu einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, zu einer Marke oder einem Unternehmen aus. Der Weg dorthin ist für einige Unternehmen ein Mysterium, andere haben den heiligen Gral bereits gefunden - und mit ihm tausende von Fans und Followern. Social Media in die eigene Marketingstrategie einzubauen, scheint zunächst ein leichtes Unterfangen zu sein: ein Unternehmensprofil erstellen, Bilder und Inhalte hochladen und fertig. Da bleibt nur ein kleines Problem: woher kommen jetzt die Likes und Follower? Hier geben wir euch sechs praktische Tipps, die ihr in eure Social Media Strategie einbauen könnt.

1. Wen wollt ihr eigentlich an Board haben?

Einer der wichtigsten Punkte im Marketing ist die Zielgruppendefinition. Macht euch bewusst, wen ihr mit euren Projekten ansprechen wollt - je genauer ihr eure Zielgruppe definiert, umso besser. Damit vermeidet ihr Streuverluste, also viel Zeit und letzten Endes Geld für die falschen Adressaten aufzuwenden. Es können durchaus auch mehrere Zielgruppen sein. Wichtig ist dabei nur, dass ihr sie klar voneinander abgrenzen könnt. Das ist deshalb so wichtig, weil unterschiedliche Gruppierungen im Normalfall mit unterschiedlichen Botschaften und auf unterschiedlichen Plattformen erreicht werden - manchmal sogar mit unterschiedlicher Tonalität, also Sprachatmosphäre.

Copryright: Annie Spratt auf Unsplash

2. Facebook, Twitter oder Instagram? Oder alles?

Sobald ihr herausgefunden habt, welche die optimalen Zielgruppen für euer Anliegen sind, bestimmt dies auch, welche Plattformen ihr wählen solltet. Die beliebteste Plattform, speziell auch für kleinere NPOs, stellt dabei Facebook dar. Im Vergleich zum kurz getakteten Twitter, liegt bei Facebook der Fokus mehr auf Inhalt als auf Schlagzeilen. Die Plattform eignet sich gut, um die eigene Gemeinschaft auszuweiten und mehr Leute für die eigene Sache zu begeistern. Auch Spendenaktionen können über Facebook abgehalten werden, was es einfach macht, die Fans in Projekte zu integrieren. Wichtig bei Facebook ist außerdem, zu wissen, dass sich auch die Generation X (40-60 Jahre) auf dieser Plattform bewegt, wohingegen Instagram überwiegend von der Generation Y (20-40 Jahre) und Z (5-20 Jahre) geprägt ist. Auch die Herangehensweise der beiden Plattformen ist sehr unterschiedlich. So liegt der Fokus bei Instagram auf einer ausdrucksstarken und hochwertigen Bildsprache. Texte spielen hier in Form kurzer Kommentare unter den Bildern nur eine geringere Rolle. Instagram ist ebenfalls ein Netzwerk, das hohen Andrang hat - die Funktionen unterscheiden sich jedoch stark von Facebook.

Unser Tipp an euch: Nicht verzetteln. Es gibt eine Vielzahl an Plattformen, die bedient werden können. Es ist jedoch sinnvoll, eure Energie erst einmal auf die Bildung einer Community auf einer Plattform zu bündeln anstatt zu versuchen, mehrere Plattformen auf Sparflamme zu jonglieren.

Neben Twitter, Facebook und Instagram gibt es auch noch andere Portale, die hier aufgelistet sind. Für eine, auf bestimme Zielgruppen ausgelegte, Nutzung von Social Media Plattformen hat die Website Die Schwedin eine Tabelle erstellt, die ebenfalls eine gute Übersicht bietet.

Screenshot Die Schwedin

3. Wer hat das Ruder in der Hand?

Wir empfehlen euch dringend, Verantwortliche zu bestimmen, die sich um Social Media kümmern. Dabei hat es sich als hilfreich erwiesen, Vertreter aus unterschiedlichen Altersgruppen (bzw. euren Zielgruppen) einzubinden, um verschiedene Perspektiven für die Postings einnehmen zu können und diese möglichst vielseitig zu gestalten. Das Social Media Team überlegt sich eine Strategie, die umgesetzt werden soll und legt Zwischenziele fest, die zu bestimmten Zeitpunkten erreicht werden sollen. Außerdem hat dieses Team die Analyse-Tools im Blick. Fast alle Sozialen Netzwerke bieten Analyse Funktionen an, mit denen die Betreiber der Social Media Profile herausfinden können, wie erfolgreich ihre Posts ankamen und wie zukünftige Posts gestaltet werden sollten, um möglichst viele Fans und Follower zu erreichen.

4. Regelmäßige Posts und Strategie

Wenn die oben genannten Punkte erfüllt sind, geht es ans Eingemachte: die Seiten mit Inhalt zu füllen. Hierbei bietet es sich an, ein System zu überlegen, wie oft und was veröffentlicht werden soll. Viele Organisationen nutzen dafür Posting-Serien, um eine Kontinuität in die Netzwerke zu bekommen. Damit binden sie die Community enger an ihre Seiten, da die Fans im Idealfall schon neugierig auf den nächsten Post warten. So könnte eine NPO zum Beispiel unter dem Motto: "Durchblick-Donnerstag" einzelne Zahlen und Fakten offenlegen, die für die Follower interessant sind. Dies könnte sich als strategisch sinnvoll erweisen, weil NGOs immer um das Vertrauen ihrer Förderer kämpfen. Ein anderes Beispiel wäre "Testimonial-Tuesday", bei dem an jedem Dienstag eine Erfolgsgeschichte erzählt wird, die ihr als Organisation mit Förderern oder in Projekten erlebt habt. Solche Serien geben euch ein festes Gerüst, was dabei hilft, Kontinuität in eure Beiträge zu bekommen. Kontinuität ist deshalb wichtig, weil damit zum einen die Community an euch gebunden wird und ihr so auch durch erhöhte Interaktion in den Netzwerk Algorithmen eine höhere Relevanz in eurem Thema erlangt.

5. Einbindung und Wertschätzung der Follower und Förderer

In Sozialen Netzwerken gilt, wie überall im Internet: Content is King, denn Geschichten erzeugen Aufmerksamkeit und gut recherchierte und aufbereitete Inhalte haben oft einen hohen Nutzwert für die Leser. Wie bereits an anderer Stelle dieser Artikelreihe erwähnt, befinden sich NGOs hier in einer besonderen Ausgangslage. Gemeinnützige Organisationen haben viel zu sagen. Und das, was sie erzählen können, ist in den meisten Fällen von hoher und nachhaltiger Emotionalität. Menschen lieben es, zu lesen, wie aus einer Notlage eine großartige Chance wurde. Menschen lieben Erfolgsgeschichten. Als NGO habt ihr eine riesige Chance auf Social Media. Ziel ist es, dass ihr eure Fans und Follower für eure Sache begeistert und sie für ihr Engagement wertschätzt. Einige Non-Profits bombardieren ihre Follower geradezu mit Spendenaufrufen und überfordern sie damit. Davon möchten wir unbedingt abraten. Spendenaktionen auf den Netzwerken sind sinnvoll und ein wichtiges Tool. Das Mitgefühl der Menschen sollte jedoch nicht überstrapaziert werden. Die sozialen Plattformen sollen zur Informationsübermittlung dienen und dabei helfen, dass sich eure Community mit euch identifizieren kann. Die Bereitschaft, eure Sache zu unterstützen, wird ganz automatisch kommen. Eine weitere, tolle Idee sind Dankeschön-Videos, auf denen die Spender verlinkt werden können. Die Leute direkt anzusprechen und ihnen zu zeigen, wie wichtig sie für eure Bewegung sind, das soll das Ziel sein.

Bild: Apple

6. Hashtags

Hashtags sind ein bewährtes Mittel, um einen Wiedererkennungswert zu schaffen. So wurde zum Beispiel der Hashtag #badboys in der EM der deutschen Handballer sehr populär. Der Hashtag war auf die Trikots der Spieler gedruckt und wurde während der Spiele in allen Postings verwendet - dies führte zu einer riesigen Reichweite und Vernetzung der Posts. Die Verwendung eines Hashtags kann also ein Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl stärken und vor allem für die Reichweite eurer Posts einen Unterschied machen. Durch die Verwendung von Hashtags werden eure Posts nämlich für eine größere Anzahl von Usern sichtbar.

Das sind einige Tipps, die ihr in eure Social Media Strategie mit einbauen könnt. Auch nicht zu vernachlässigen ist, dass ihr euren Plattformen etwas Zeit geben müsst. Besonders am Anfang scheint es manchmal so, als würde sich keiner für eure Sache interessieren. Wenn ihr aber erstmal die ersten paar hundert Likes habt, dann wird eure Zahl an Fans und Followern exponentiell ansteigen. Also durchhalten und am Like bleiben!

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